Auf der Greizer Hütte war ich ja schon zweimal, nun sollte es auch bei etwas mehr Schnee sein.
Der Anstieg ab Ginzling war ja noch einfach. Es gab ab und zu eine Spur, so brauchte ich nicht immer die Schneeschuhe.
Die erste Hälfte ging gut mit Schneeschuhen und Steighilfe. Der obere Teil ist richtig steil, ich wechsle in die Steigeisen.
Wer das mal vor hat, sollte wissen, man hat quasi die „Schlüsselstelle“ im Aufstieg. Eine fast senkrechte Rinne blankes Eis. Darüber etwa 1m Pulverschnee. Man kann aber auch ein paar Meter seitlich queren. Geht dann leichter, macht aber weniger Spaß.
Den Winterraum der Greizer Hütte auf 2227m (sicher einer der Schönsten in den Alpen), habe ich für mich allein. Die Ruhe hier ist unbezahlbar.
Am nächsten Morgen breche ich in Richtung Flötenspitzen auf. Ich kann eine direkte Route nehmen, da alle Wege tief unter dem Schnee stecken..
Das Spuren im tiefen Schnee strengt an. Endlich am Zustieg über den Gletscher angekommen, sehe ich, dass die frisch abgegangene Lawine nur den unteren Teil des Hanges mitgenommen hat. Die Abrisskante zieht sich mitten durch den gesamten Hang. Jetzt ist die Gefahr doch zu groß und ich sehe mich zur Umkehr gezwungen. Also zurück zur Hütte.