Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor
Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor

Mt. Blanc 4810m

Fotogalerie

Tourbericht

Abendessen

Und es begab sich, dass ich Dienstag von meinem Chef beim Frühstück erfuhr: Wir haben diese Woche gar nicht mehr so viel Arbeit. Naja, passt mir gut, dann sehen wir uns kommenden Montag. Auf seine neugierige Nachfrage wollte ich natürlich nicht eingehen.

Schon lange hegte ich den Plan: Mt. Blanc Solo! Heimfahren, duschen, packen, Mittag war ich weg. Bergsteigen an sich ist ja meist erschwinglich, aber 1000km bis in die Westalpen kosten schon ein kleines Vermögen. 

Mt. Blancmassiv

 

 

 

Ich kam im Dunkeln an und schlief im Auto auf einem Parkplatz. In der Morgendämmerung hatte ich dann die überragende Aussicht auf das Massiv des Mt. Blanc.

Von Les Houches geht es mit der Seilbahn bis zur Zahnradbahn. Die ist echt voll, ein Mitkommen schwierig. Irgendwann habe ich einen Platz in der Bahn, endlich kann ich zu Fuß los, einfaches Gelände auf ausgetretenen Pfaden. Hier gibt es noch viele Tagesausflügler, die zur Tete Rousse Hütte auf 3167m wollen. 

Ab hier nur mit Steigeisen

 

 

 

 

Hier beginnt der Gletscher und führt steil hinauf zu einer immer steinschlaggefährdeten Rinne. 

helmpflicht

 

 

 

Diese gilt es schnell zu queren, um in einfacher Felskletterei weiter zur immer überfüllten Gouter Hütte auf 3817m zu gelangen.

An der Gouter Hütte

 

 

 

Oben kam ich mit einem französischen Bergführer ins Plaudern. Er riet mir, so ich fit bin und mich gut fühle, heute weiter zu gehen, morgen schlägt das Wetter um. Also aß ich in der Hütte ein paar Nudeln mit Goulasch, trank Tee und ging weiter. 

Dom de Gouter

 

 

 

 

 

Wenig hinter der Hütte beginnt der lange Anstieg zum Dom de Gouter, lästig und mühsam. 

Blick zum Gipfel

 

 

 

 

 

Irgendwann ist auch der geschafft und vor einem liegt ein weites Becken, dahinter atemberaubend der Gipfelaufbau. 

Ich steige noch bis zur Vallot Hütte, einer Notunterkunft auf 4362m. Hier übernachte ich. Ohne Schlafsack, ich wollte ja weiter unten schlafen, war das natürlich saukalt. Ich zog alles an was ich hatte, kochte viel Tee und Suppe und fror dennoch jämmerlich. Morgens mit dem ersten Licht ging ich los. Wenige Seilschaften waren auch schon unterwegs. Der Weg und einige eindrucksvolle Spalten sind gut zu erkennen. Der steile, ausgesetzte Grat zum Gipfel kein Problem. 

Gipfelgrat
Gipfelfoto

 

 

 

 

Oben auf 4810m angekommen gibt es eine tolle Fernsicht. Leider ist die Wolkenobergrenze bereits bei etwa 3000m und es schauen nur die oberen Teile der Berge heraus. Trotzdem, es hat sich echt gelohnt. Das Matterhorn sieht von hier aus wie ein Mäusezahn. Den Satz habe ich gekaut, sorry, hat mir halt gut gefallen. 

Ich bin noch am selben Tag bis runter zu meinem Auto abgestiegen und Richtung Heimat gefahren. Oberhalb der Zahnradbahn fing der Regen an, Danke nochmal an den Bergführer für seinen Tipp. Irgendwo in der Schweiz, bin ich dann im Auto auf einem Rastplatz eingepennt und habe bis zum nächsten Tag halb zehn durchgeschlafen. Nach dem Frühstück ging es endlich nach Hause, platt aber glücklich.


… Ach ja, noch etwas, am Sontag ist ja Weidtalmarathon, wird schon gehen. Als ich die 2. Runde angefangen habe, erinnerten mich meine Beine deutlich daran wo ich vor 3 Tagen stand.



 

Aktualisiert am 10.09.2017

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