Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor
Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor

IRAN 2007 – Yazd & Shirkuuh

Fotogalerie

Tourbericht

Über den Dächern von Yazd
Der Persian Gulf Highway

 

 

 

 

 

Am Morgen besteigen wir erneut den Bus. Die Fahrt führt quer durch die Wüste, einmal echt 100 km schnurgeradeaus.

Malek – o Tojjar, sehr traditionell

 

 

 

 

In Yazd ist es heiß, 55°C zeigt das Thermometer meines Höhenmessers. Wir steigen im Malek – o Tojjar ab. Ein uraltes, aber mit viel Liebe zum Detail restauriertes Anwesen mit segelüberdachtem Innenhof und lustigen kleinen Türen.

Zentraler Platz und beliebter Treffpunkt für Einheimische und auch für uns

 

 

 

 

Am Amir Chakmaq Komplex lernen wir den Zweck der Architektur mit den eigenartigen Türmchen, aber auch die traditionelle Körperertüchtigung kennen.

Towers of silence

 

 

 

Am nächsten Tag fahren wir vor die Tore der Stadt. Da stehen die beiden „Tower of silence“. In den auf Hügeln errichteten und oben offenen Bauten wurden noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts die Verstorbenen abgelegt und den Vögeln überlassen.

Auf dem Rückweg werden wir am Fuß des Hügels überraschend noch zu einer Beerdigung samt Trauerfeier eingeladen. Erstaunlich, wie offen die Menschen hier mit dem Tod umgehen.

Der Hüter der Flamme

 

 

 

 

Zurück in Yazd treffen wir auf Bahein, einen Einheimischen. Da der 1. Juli traditionell der heißeste Tag ist, nimmt er uns kurzerhand zuerst zu seiner Oma, danach noch zu seiner Freundin mit. Überall bekommen wir eine Führung durch das Haus und werden bewirtet.

Alle Passanten werden abgekühlt

 

 

Unterwegs weichen uns Kinder am Wegrand mit Wassereimern total ein. Das ist an diesem heißen Tag eine uralte Tradition.

Bahein gehört den Zorastrien, einer Glaubensgemeinschaft mit Feuertempel, an. Stolz bekommen wir Gemeindehaus und natürlich vom Hüter der Flamme auch das Allerheiligste gezeigt.

Wir müssen zum Essen bleiben. Es gibt Hammeleintopf mit Bohnen – lecker! Nur mit Mühe und viel Fingerspitzengefühl können wir weitere Einladungen ablehnen. Es tut uns selbst weh, aber wir wollen ja noch so viel sehen.

Unser Nachtlager

 

 

 

Am nächsten Tag steigen wir ins Taxi und lassen uns in ein kleines Bergdorf namens Dehbala auf 2300 m bringen. Hier sieht es schlecht mit der Verpflegung aus. So müssen wir improvisieren, leben von mitgebrachten Reserven und etwas Obst „aus Nachbars Garten“.

Auch ein Nachtlager können wir nicht organisieren und so schlafen wir nach einigem Hin und Her in der Dorfmoschee. Es wird eine gute und ruhige Nacht.

Unfall an der Wasserstelle

 

 

 

 

 

Morgens brechen wir 5.00 Uhr auf. Da ich gestern Abend noch den Zustieg erkundet hatte, kommen wir gut voran.

Blöderweise bin ich beim Wasserholen abgerutscht und hineingefallen, Hose klatschnass und Schuhe vollgelaufen – Mist!

Der schwerste Abschnitt

 

 

 

 

Der Aufstieg ist technisch einfach bis auf die steile steinige Rinne bis zum Plateau auf halber Höhe. Hier gibt es sogar noch Schnee – keine 50 km von der Wüstenstadt Yazd entfernt.

Gipfelfoto

 

 

 

 

 

Den Gipfel des 4070 m Shirkuuh erreichen wir gemeinsam. Endlich hat es auch bei Frank geklappt. Er ist so happy, dass er mir zum Andenken sein Sackmesser schenkt, es soll mich auf allen meinen Touren begleiten.

Wir bringen Abwechslung in den Alltag

 

 

 

Knapp unterhalb des Gipfels ist eine Militärstation eingerichtet, besetzt von 3 Soldaten. Wir überraschen sie mit unserem Besuch. Sie sind ganz begeistert und bringen gleich eine Art Gästebuch, in das wir uns gern eintragen. Auch ein Gruppenfoto dürfen wir machen.

Im Hintergrund die Wüste

 

 

 

 

 

Im Abstieg besteige ich schnell noch 2 kleine Nebengipfel am Wegesrand, bevor wir uns unten im Tal die Bäuche mit reifen Maulbeeren vollschlagen.

Freundliche Geste für Ausländer

 

 

 

 

Zurück in Yazd residieren wir im „Mehr – Hotel“, echter Luxus für erträgliche        35$ / DZ. Beim Abendessen im Innenhof erfragt man unsere Nationalität, damit jeder seine eigene Fahne an den Tisch bekommt.

Hier entführten uns die Jungs

 

 

 

 

 

Tagsdarauf besuchen wir das Museum der Wissenschaften. Einige, im Schnitt 18-jährige, Jungs ergreifen kurzerhand Besitz von uns, zahlen den Eintritt, führen uns herum. Danach werden schnell Autos besorgt, um in einem Kaffee am anderen Ende der Stadt noch Eis und kleine Snacks reichen zu können. Die Jugendlichen sind aufgeregt, freundlich und wissbegierig. Sie wollen sich mit uns fotografieren lassen. Dann bedanken sich alle, dass sie die Zeit mit uns verbringen durften und wir ziehen weiter.

Wüstenschiffe einmal anders

 

 

 

Die Rückreise nach Teheran machen wir im wieder Bus, voll klimatisiert auf besten Straßen. Für die 600 km zahlen wir 5€, ein Schnäppchen. Während draußen die Wüste in allen nur erdenklichen Farben und Formen, sogar ein Salzsee vorbeizieht, sind wir im Bus wieder einmal der Mittelpunkt und Thema aller Gesprächsrunden. Nach 9 ½ Stunden und endlosen Eindrücken erreichen wir die Hauptstadt.

Hammelkopf zum Frühstück

 

 

 

 

Hier treffen wir am letzten Morgen unseren Bergfreund Raspin und später dessen Freund Aras wieder. Die Beiden lernen deutsch, mögen Rammstein, Die Prinzen und Reinhard Mey, zitieren Marx und Merkel.

Ein Park in Teheran

 

 

 

 

Wir bekommen die Wohnungen unserer Freunde und danach die Stadt und einen großen wunderschönen Park gezeigt.

Zu Mittag stoßen 2 weiter Iraner zu uns. Es wird zusammengelegt, aber wir sind natürlich eingeladen. Als wir schließlich einen ausgeben wollen, sind unsere Gastgeber fast beleidigt. Zum Abschied bekommen wir noch Geschenke, verbunden mit der Entschuldigung, dass es nicht mehr sein kann, echt der Hammer. Mit viel Überzeugungsarbeit kann ich Raspin wenigstens meine Uhr schenken, er besitzt keine und bedankt sich herzlichst.

Die Moschee ist immer ein Ort der Ruhe

 

 

 

 

Den Rest des Abends verbringen wir dann mit Franks Geschäftspartnern. Endlich darf ich den Menschen kennenlernen, durch dessen Einladung ich mein Visum bekam und mir so die wunderbaren 3 Wochen im Iran ermöglichte.

 

Bis dato hatte ich noch nirgendwo auf Tour so viel gastfreundliche und herzliche Menschen kennengelernt.

 

Aktualisiert am 25.06.2017

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