Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor
Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor

Nachrichten von unterwegs

Mein Ziel - Cho Oyo 8201m

07.10.2013

 

Bei meiner Ankunft in Kathmandu konnte ich die Stadt nicht genießen. Zu wenig Zeit und das Theater mit meinem Gepäck. Da wir aber bei der Besteigung großes Glück mit dem Wetter hatten und so ein starkes Team waren, blieb nun hinten raus noch richtig viel Zeit für mich die Stadt zu atmen, riechen und zu spüren.

So verbrachte ich nun die letzte Woche in meinem geliebten Kathmandu. Besuchte den riesigen Stupa, den Affentempel, genoss das bunte Treiben auf den Straßen und verbrachte viel Zeit lesend und beobachtend auf der 33. Stufe, meinem Lieblingsplatz, auf der großen Pagode.

 

Gestern haben wir Matti verabschiedet, jetzt sind nur noch James und ich hier und auch wir müssen morgen Abschied nehmen. Es war eine wunderschöne Zeit, ein tolles Team, eine erfolgreiche Expedition.

Ich freue mich darauf, am Mittwoch meine Lieben wieder in die Arme zu schließen.

In ein paar Tagen könnt ihr dann hier die ersten Zeilen meines detaillierten Expeditionsberichts lesen und Bilder anschauen.

Bis dahin, euer Lander

02.10.2013

Zum Gipfel und zurück

01.10.2013

 

Rückblick 23.9-27.9.2013 Aufstieg zum Gipfel

 

Gewinner sind alle, die lebend wieder runter kommen!

 

Tag 24: Nachdem wir 3 Tage im ABC mehr oder weniger geruht haben, sollen wir uns ab heute wieder mehr bewegen.

Zu meinem Erstaunen hat irgendwer schon mal das Fruehstueck um 20min vorverlegt. Als ich mich, noch halb steif, aus meiner Behausung pelle, steht der immer gut gelaunte Chimi da und wollte mich eben wecken.

Wir fruehstuecken reichlich wie immer, es gibt Porridge, Eier, Brot, Gebratene Wurst und Kaese. Es fehlt an nichts.

 

Die Rucksaecke sind gepackt. 10.15 Uhr brechen wir auf. Dass es ernst wird, merken wir an den angezuendeten Raeucherstaebchen und an Chimi. Der sitzt da und hat fuer jeden Opferreis parad. Wir nehmen ein wenig davon in die Hand und werfen ihn in Richtung Choerten, jeder fuer sich allein.

Ich denke, jeder macht dabei irgendwie seinen Frieden mit dem Berg. Ich bitte darum, die Gruppe gut hoch und wieder runter zu lassen.

Nacheinander umrunden wir den Turm aus Steinen und marschieren los.

 

Bei 7 Grad und stahlblauem Himmel finden wir einen guten Rhythmus und erreichen nach 2 Stunden den Killerhang, schon wieder. Also hoch, dem staendigen Bombardement aller Kaliber ausweichend.

Ziemlich fertig sind wir um 14.40 Uhr auf 6265m.

Als es an Zelte aufstellen geht, kommt von irgendwo her die Nachricht, dass wir die einer anderen Expedition nutzen. Sherpas machen so etwas praktischerweise untereinander aus, cool!

Chimi und Jangbu versorgen uns mit Tee, Keksen Wurst und Kaese, waerend wir uns fuer eine Nacht einigermassen einrichten. Zu Abend gibt es dann noch Gemuesesuppe und Spaghetti in Tomatensosse.

 

Tag 25: 7.00 Uhr wecken, etwas essen gegen 8 beginnt das Aufstehen. Die Sonne scheint, aber es ist eisig. Die Steigeisen anderer knirschen draussen vorbei.

Wir brechen bei wechselhaftem Wetter 9.45 Uhr auf, mal schwitzt man, mal ist fast die Daunenjacke zu kalt.

Die Steilstufe am Seracabbruch kennen wir ja schon, die stellt heute auch keine groessere Schwierigkeit dar.

Camp 1.5 ist leer, weiter im Rechtsschwenk auf "Jangbus Way" nach oben.

Camp 2 auf 7180m erreichen wir mit Sonnenuntergang. Schlagartig ist es arschkalt und einige sind nicht mehr in der Lage, die Zelte aufzustellen. Aber wir sind ja ein Team! Ploetzlich wieder die Meldung: Wir duerfen in stehende Zelte, nicht schlecht! Also unsere eigenen wieder einpacken und "haeuslich niederlassen". Danke fuer die Gastfreundlichkeit.

Wie schmelzen Unmengen Schnee, kochen etwas, trinken viel und fuellen die Flaschen fuer morgen. Eine weitere kalte Nacht beginnt.

 

Tag 26: Ich habe sehr unruhig geschlafen. Den halben Vormittag bleiben wir froestelnd und doesend im Schlafsack. Dann wird gepackt, nach dem Mittagessen starten wir zum weiteren Aufstieg.

Technisch recht einfach, aber ungehaeuer anstrengend geht es quasi gerade hoch auf einen kleinen Grat in Camp 3.

 

Erst um 19.00 Uhr sind wir auf 7555m."Todeszone!" Hier graben wir Terrassen fuer die Zelte in den Schnee. Die Sherpa, besonders Jangbu arbeiten unglaublich. Bis 22.30 Uhr schmelze ich Schnee, damit wir auch ja genug zu trinken haben.

 

Tag 27: Gerade einmal eine Stunde konnte ich doesen, schon ging der Weckruf durchs Lager. Also wieder Kocher anwerfen, eine Kleinigkeit runterwuergen, trinken. Appetit hat keiner. Es ist super Wetter, wenig Wind und gerade einmal -20 Grad. Um 2 Uhr starten wir.

Nur kurz folgen wir bei sternenklarem Himmel dem Grat. Schon erreichen wir das erste markante Felsband. Gesichert am Fixseil gilt es, eine schmale steile Rinne aus duenn mit Eis ueberzogenem Fels hinaufzuklettern.

Waerend ich den Eispickel nur an wagen Rippen anhaken kann rutscht das rechte Steigeisen ab und hinterlaesst einen Funkenschwarm. Schaut spektakulaer aus, aber ich brauche schnell wieder Halt. Den find ich auf einer kleinen Leiste und steige weiter. Es folgen weitere Schnneefelder und aehnliche Kletterpassagen im Wechsel. Alles geht so unglaublich schwer und langsam.

Gegen 9 Uhr erreiche ich das Gipfelplateau, eine riesige ansteigende Flaeche, noch 2h zun hoechsten Punkt! Es gibt eine deutliche Spur, der folge ich.

Unterwegs habe ich einmal Halluzinationen, Jan-Jilles berichtet spaeter von aehnlichen Erlebnissen, schon eigenartig mit dem Sauerstoffmangel.

Um 11 Uhr stehe ich gemeinsam mit unserem "Anfuehrer" Dan am hoechsten Punkt.

Leider hat es mittlerweile zugezogen. So fotografieren wir uns, bleiben noch eine Weile und beginnen mit dem langen Abstieg.

Wer nun denkt, runter geht es leichter, liegt voellig daneben. Jeder Schritt schmerzt, in den Muskeln ist nichts mehr. Man quaelt sich jeden Meter hinunter. Stupide einen Fuss vor den anderen setzend sucht man immer nur nach einer naechsten realistisch zu erreichenden Wegmarke. Unendlich weit kommt einem die Strecke vor.

14.15 Uhr sind wir wieder in Camp 3. Mittlerweile hat es stark angefangen zu schneien, Lawinengefahr! Hier sind wir nicht sicher! Also Camp abbauen und weiter absteigen in Camp 2. Jeder schleppt sich also irgendwie noch da runter, die Zelte stehen ja schon.

 

Tag 28: Die meisten sind um 7 Uhr wach, lassen es aber ruhig angehen. Jeder schmilzt Schnee, versucht zu Kraeften zu kommen. Von 11 bis 12 steigen wir in Camp 1 ab. Dort die Ueberraschung: Chimi kommt uns entgegen und bringt einige Dosen Cola und Bier! Danke! Wir trennen uns von der schweren Bergausruestung und nutzen gern die Moeglichkeit des Transport durch "Yakba", tibetischer Traeger.

So erleichtert, aber immer noch muehsam genug sind wir 17.45 Uhr endlich zurueck im ABC. Was fuer eine Anstrengung!!! So etwas schweres habe ich noch nie in meinem Leben gemacht!!! Wir wurden waermstens empfangen und koennen wieder den gesamten Luxus einer Zivilisation geniessen, toll!

 

Tag 29: Um 8 Uhr ist Fruehstueck, wir sehen abgemagert, aber gluecklich aus. Heute kann jeder duschen, sich frisch einkleiden, es ist geschafft.

Die meisten hat der Berg irgendwie gezeichnet. Ich habe mir 7 Zehen leicht angefroren, das pelzige Gefuehl kenne ich schon vom Eisklettern. Es wird nach einiger Zeit verschwinden. Auch eine Art blinden Fleck auf meinem rechten Auge hatte ich schon (da aber links) am Baruntse im Vorjahr. Das verschwindet beim weiteren Abstieg. Lippen und Nase sind verbrannt und schmerzhaft verkrustet, lediglich am Gipfeltag vergessen, einzucremen, naja. Kollateralschaeden.

Heute bringen die Traeger unsere Sachen herunter und wir freuen uns, dass alle wieder unten sind. Am Abend gibt es die Gipfeltorte.

 

Tag 30: Weil die Yaks zum Abtransport der gesamten Expeditionsausruestung erst kommende Nacht hier ankommen, bleiben wir eben heute noch hier. So besteht die Moeglichkeit, die Ausruestung zu trocknen und vielleicht das eine oder ander Andenken von den Tibetern zu erstehen.

Ich fuer meinen Teil bin sehr froh, Mitglied dieser Expedition gewesen zu sein. Es war eine sehr erfolgreiche!

 

Die letzten Tage hoffe ich noch in meinem geliebten Kathmandu verbringen zu koennen, um dann heim zu meiner Familie zu reisen. Dann gibt es mehr und genauere Berichte sowie viel, viel mehr Bilder.

 

Vorerst herzliche Gruesse und vielen Dank fuer das Interesse, Euer Lander

30.09.2013

 

SMS von Jürgen: Bin gesund und sicher unten. Gipfel ohne zusätzlichen Sauerstoff geschafft. Bilder folgen wenn Internet wieder geht. Tausend Grüße an alle. Lander

28.09.2013

 

Kurznachricht vom Expeditionsleiter Dan Mazur: Wir sind zurück im ABC. Warme Duschen, leckeres Essen, trinken, neue Freunde. Wir freuen uns auf die Rückkehr zu unseren Lieben, werden aber das schöne Tibet vermissen!

26.09.2013

 

2. Kurznachricht vom Expeditionsleiter: Cho Oyu Team ist sicher im Camp 2 angekommen. Der Abstieg vom Gipfel war hart. War es ein Blizzard? Ja. War es aufregend? Ja!

1. Kurznachricht vom Expeditionsleiter: Das SummitClimb Team steht nun auf dem Gipfel des Cho Oyu. Hier ist es warm mit leichtem Wind. Es beginnt zu schneien, Zeit abzusteigen!

25.09.2013

 

2. Kurznachricht vom Expeditionsleiter: Wir sind im Camp 3 auf 7500m. Unterwegs zum Gipfel um Mitternacht. Es ist Ruhe, kein Wind. Drückt uns die Daumen!

1. Kurznachricht vom Expeditionsleiter: SummitClimb's Cho Oyu Team ist im Camp 2 auf 7100m Höhe. Unser nächstes Ziel ist Camp 3.

24.09.2013

 

Kurznachricht vom Expeditionsleiter: Nach 3 Tagen Ruhe im ABC sind wir wieder oben in Camp 1 und gehen zu Camp 2. Bitte wünscht uns Glück!

Fotos vom ABC, Camp 0.5, Camp 1, Camp 1.5, Lawine und Camp 2

22.09.2013

 

Rueckblick nach vielen Tagen am Berg.

Written by Juergen Landmann 

 

Tag 14, Ang Pasang schmueckt schon den ganzen Vormittag den Choerten, einen sorgsam aufgeschichteten und den Berg symbolisirenden Steinturm. Heute findet die traditionelle Puja statt. Ohne diese Zeremonie mit Gebeten und Opfergaben setzt keiner der Sherpa einen Fuss an den Berg.

Ploetzlich wird unser Kuechen-Boy Chimi zur wichtigsten Person. Wie sich herausstellte, besuchte er eine Klosterschule und leitet die Puja. Mehr als eine Stunde werden Gebete gemurmelt, Opfer dargebracht und immer wieder wir Bergsteiger einbezogen.

 

Leider verschlechterte sich das Wetter und wir konnten unseren Aufstieg erst am Tag 15 ins Hochlager 0.5 angehen. Genau das erreichen wir am Fuss des beruechtigten Killerhang auf 5945m gelegen. Hier haben wir genuegend Gelegenheit, die sich schindenden Traeger und Bergsteiger, wie auch unseren morgigen Weg zu beobachten.

 

Nach einer mit wenig Schlaf gesegneten Nacht treffen uns gegen 8 Uhr die ersten Sonnenstrahlen. Aufstehen, Tee trinken, Porridge zum Fruehstueck, das uebliche eben.

Wir brechen das ganze Lager ab und machen uns an den praktisch nur aus Geroell bestehenden Hang. Einen Schritt hoch und man rollt 2 wieder runter. Und das mit der Last auf dem Ruecken-frustrierend.

Nachmittag erreichen wir Camp1 auf 6300m. Unser Sirdar Jangbu hat schon mal die ersten 200m Fixseil angebracht, wir ruhen und gewoehnen uns an die Hoehe.

 

Auch Tag 17 besteht in der Aklimatisation. Unsere einzige Arbeit heute ist der Bau einer fuer diese Verhaeltnisse Drei-Sterne-Toilette.

Immer wieder schuettelt uns der Sturm durch, schliesslich ist das Lager wie ein Adlerhorst in einer recht kleinen und noch dazu abschuessigen Eissattelung gelegen.

 

Am Morgen von Tag 18 brechen wir die Zelte erneut ab und beginnen den Aufstieg zu Camp 1.5, ein spannender Weg, weil ueber einen etwa 80m hohen Serac-Abbruch fuehrend. Der Abschnitt ist zwar mir Seilen versichert, aber erfordert dennoch volle Konzentration und technisches Koenne im Eisklettern.

Das auf einem ca. 100x100m grossen Plateau gelegenen Camp 1.5 erreichen wir gegen 17.00 Uhr. Sofort bauen wir die Zelte auf, was einen in einer Hoehe von 6700m ganz schoen den Schnauf ausgehen laesst.

 

Tag 19 ist wieder ein Ruhetag. Wir versuchen die Sonnestrahlen zwischen den Windboehen zu geniessen.

Gestern sind hier 4 Sherpa beim Verlegen der Fixseile von einer Lawine runtergeraeumt worden, gluecklicherweise nur 3 Verletzte. Einem leisteten wir Erste Hilfe.

Jangbu und Ang Pasang, unsere beiden Sherpa haben heute eine neue Route, weiter rechts, laenger aber dafuer viel sicherer, seilversichert.

 

Tag 20 schon 6.30 Uhr gibt es Tee und Porridge. Das Lager wird abgebrochen und nur ein Depot mit Sachen fuer C1 zurueckgelassen.

Wir brechen im totalen White-Out auf, weiter nach oben. Den Weg zu finden ist schwierig. Schade um die erhoffte Aussicht. Dazu kommt die ueble Schinderei im immer wieder unter den Fuessen knietief einbrechenden Schnee. Die Sherpa, die die meisten Lasten schleppen, (ich habe 16kg, die Jungs mehr als das doppelte) leisten Üebermenschliches.

Camp 2 auf etwa 7000m erreichen wir gegen Mittag, kurze Rast, Depot mit allen Zelten und persoenlichen Dingen und Nahrungsmitteln verstauen und schon beginnt der lange Abstieg.

Leider sind die Sichtverhaeltnisse immernoch bei teils 10m. Das Wichtigste ist jetzt, die immer wieder zugewehte Spur nicht zu verlieren.

Zurueck am Depot im C1.5 die boese Ueberraschung, Raben und Kraehen haben sich auf der Suche nach Fressbaren ueber unsere Hinterlassenschaften hergemacht. Alle Saecke sind angehackt, aufgerissen und das Innere nach draussen gezogen. Zum Glueck haelt sich der Schaden in Grenzen.

Wir verstauen also unsere Habseligkeiten im Rucksack und steigen weiter zu C1 ab. Hier kann die schwere Bergausruestung und die Steigeisen abgelegt und ein weiteres Depot errichtet werden. In leichterer Montur geht es hinunter zum ABC, was wir erst um 20.00 Uhr erreichen, ein langer Tag.

Chimi empfaengt uns mit heissem Saft und als alle da sind, kredenzt uns unser Koch Dorje ein leckeres Abendessen.

 

In der Nacht zu Tag 21 Haben wir alle geschlafen, wie die Babys, mollig warm und butterweich.

Je nach Wetterbericht werden wir nun 2-3 Tage regenerieren, uns der Koerperpflege widmen und dann erneut den Aufstieg angehen.

 

Ich fuehle mich gesund und kraeftig.

 

Viele liebe Gruesse nach Hause, euer Lander

21.09.2013

 

Kurznachricht vom Expeditionleiter: Wir sind sicher aus dem 2. Hochlager zurück im ABC. Alle sind wohlauf. Es ist windig und es schneit. Nach 3 Ruhetagen hoffen wir es nach oben zu schaffen.

18.09.2013

 

Kurznachricht vom Expeditionsleiter: Wir lagern in 6800m Höhe. Leichter Wind, Sonne und Wolken.

Sherpas von verschiedenen Expeditionen sind von einer Lawine getroffen. Wir leisteten erste Hilfe.

17.09.2013

 

Kurznachricht vom Expeditionsleiter. Das Team hat heute einen Ruhetag im ersten Hochlager auf 6400m. Es ist leicht windig, aber die Sonne scheint.

Das ist die Route zum Gipfel

15.09.2013

 

 

 

 

Kurznachricht vom Expeditionsleiter: Das Team hat bei wunderschönem Sonnenschein 6400m erreicht. Wir beginnen mit dem Anbringen der Fixseile.

14.09.2013

 

Heute nur eine Kurznachricht vom Expeditionsleiter. Das gesamte Team befindet sich  auf 6000m Höhe.

 

12.09.2013

 

Drei Stimmen aus dem ABC

 

Eigentlich für den amerikanischen Blog bestimmt, aber ein großes Dankeschön an Dan, unseren Expeditionsleiter, der auch alles zu mir nach Hause schickt.

 

Written by Juergen Landmann in German Languge: Ein weiters mal habe ich echt gut geschlafen. Heute (10.09.2013) hier im Basecamp bekomme ich zum ersten Mal meinen Guten Morgen Tee ins Zelt serviert. Die Wolken haengen tief und die Yaktreiber feilschen und streiten um die ins ABC zu bringenden Lasten.

In 6h marschieren wir in unser neues Lager das ABC. Wir richten uns in einem weitlaufig verstreutem Blockgelaende bestmoeglich ein, schliesslich wird das unser Zuhause fuer einige Wochen sein.

 

Tag 12 (11.09.2013) bringt nicht viel zu tun, wir sortieren die Ausruestungen, versuchen eine Art Ordnung in die Zelte zu bringen und geben dem Koerper einfach Zeit, sich an die nicht unwesentliche Hoehe zu gewoehnen. 

Immer wieder mehr als erstaunlich ist, was unser Koch Dorje und sein Kuechen-Boy Chimi so alles zaubern. Es fehlt echt an nichts, wir werden bestens und vielfaeltig versorgt.

Abends hat es dann erstmals richtig angefangen zu schneien. Etwa alle 10 min musste der schwere Schnee von unseren Kuppelzelten geschuettelt werden.

 

Tag 13 (12.09.2103) diente dem Training und vermutlich dem Check unseres Koennens. Wir stapften durch das Gewirr von Eisbloecken, Steinen und gefrorenen Seen zu einem mitten im Eisbruch gelegenen etwa 15m hohen massiven Eisblock. Hier konnten wir klettern, abseilen und uns so richtig austoben.

Ich denke, alle sind fit genug, morgen weiter aufzusteigen und moeglich jede der kommenden Naechte ein Lager hoeher zu schlafen.

Auf die Puja freue ich mich richtig. Ist immer wieder erhebend, bei einem solchen Ritual eingebunden zu sein.

 

Written by Matt Olsen in English Language: Today was a fun day of rope skills.  We ventured across icy glacial moraines to some ice pinnacles on the glacier.  Some ropes were set-up and we practiced fixed rope and rappelling techniques.  Last night it had snowed a couple of centimeters, but this almost added to the good day that we had.  We learned some of the key skills we will need up higher on the mountain.  It is a good idea to practice it down lower, because then it will not be new thousands of meters higher than we are now. 

What was somewhat challenging for the not-so-experienced among us was rappelling at 60 degrees and encountering a knot, which entails securing yourself on the jumar while you re-attach the eight to the rope. Tricky stuff but a lot of fun! As usual, we were impressed by the skills of our Sherpa team, Jangbu and Ang Pasang. Overall, we feel this training has increased our self-confidence for the more tricky parts after the high camps.

 

Writtten by Matti Sunell in Finnish Language: Lumisateisen yon jalkeen valkea aamu ja tekniikkaharjoituksia. On hyva palauttaa mieleen, miten kiivetaan kiinteaa koytta nousukahvan ja jaahakun kanssa, miten siirrytaan ankkuripaikkojen ohi ripeasti ja miten laskeudutaan jyrkkaa seinamaa. Enta jos laskeuduttaessa koydessa tulee vastaan irronnut ankkuri tai solmu? On hyva harjoitella nama asiat alhaalla jaatikolla, ennen kuin lahdetaan tuhansia metreja ylemmas.

Training im Eis

10./11.09.2013

 

Ankunft im ABC

 

Grüße aus dem vorgeschobenen Basislager (ABC) auf 5690m am Fuß des Cho Oyu, dem sechsthöchsten Berg der Welt nahe dem Everest.

Zusammen mit 25 Yaks und 7 tibetischen Yak-Treibern gingen wir gestern am 10. September von Gyepla Richtung ABC.

Das Wetter war durchwachsen mit Sonnenschein und Neuschnee. Als wir eine Kontrollstelle passierten und junge uniformierte Kontrollposten unsere Pässe kontrollierten klang aus allen Richtungen chinesische Popmusik.

 

Wir schlenderten eine neue Straße entlang, überquerten Moränen und Geröll, kamen durch Täler mit kleinen Bächen, mussten über staubige Presseishügel und den Gyebgrag Gletscher, der von eine Parade Eistürmen gesäumt ist. Dann wanderten wir einen geschlungenen Grat entlang biegen noch um eine Ecke und da liegt er vor uns, der Nangpa La Gletscher. Ein riesiges Schneefeld, das sich den ganzen Horizont entlang erstreckt. Noch etwas weiter sehen wir die ersten Nylonzelte des ABC.

Später erreichen wir unser eigenes komfortables Camp, mit einem geräumigen Zelt für jeden von uns, ein Messzelt mit Teppich!!, Heizung, Tisch und Stühle, DVD/Videoplayer, Küchenzelt, Dusch- und WC Zelt. Hier werden wir für die nächsten 3 Wochen unser „Zuhause“ einrichten und alle Vorbereitungen treffen bis wir in der letzten Woche versuchen werden die „Göttin des Türkis“, (jetzt eher die „Schneegöttin“, da es durch den schweren Monsun starke Niederschläge gab) zu besteigen.

 

Heute am 11. September haben wir uns ausgiebig um unsere Ausrüstung, Gurte, Eisgeräte, Steigeisen und Stiefel gekümmert um sicher zustellen, dass alles ok und einsatzbereit ist.

Für morgen ist ein kleines „Trainingscamp“ geplant. Dafür werden wir Seile auf dem Gletscher mit Eisschrauben anbringen. So kann jeder noch ein wenig trainieren, von anderen lernen uns sich aufeinander einstimmen, damit dann am Berg alles klappt.

 

Bis bald euer Lander

Ankunft im ABC

09.09.2013

 

Drei Stimmen aus dem BC

 

Jürgen Landmann schreibt:

Heute habe ich wieder einmal die Gelegenheit, meine geistigen Erguesse kundzutun.

Am Abend konnte ich ganz fuer mich allein den Sonnenuntergang auf ueber 5600m geniessen. Ein einzigartiges Erlebnis, welches ich sehr gern mit meiner Frau und meinen Kindern geteilt haette.

Bloed war nur, dass ich alle Not hatte mit dem letzten Licht ins Lager zurueckzufinden. Da hat man sich schon maechtig Gedanken gemacht und nach mir gesucht, sorry dafuer.

 

Richtig froh bin ich ueber die Ankunft meiner Ausruestung am Morgen von Tag 11!!! Nun hat der Nervenkrieg ein Ende und ich bin zurueck im Spiel.

 

Herzliche Gruesse nochmal an alle Leser meines Blogs und alle meine Lieben zu Hause, Euer Lander

 

Dan Mazur schreibt:

Today our team of 7 members, 3 Sherpas, and 1 Tibetan reached Gyepla at 5350 metres / 17,500 feet. It was a gorgeous walk through rocky river valleys and turbulent glacier moraines. The winds were calm as the warm sun beamed down on us through clouds as we walked the 3.5 hours on a jeep track into the short grass - rocky valley of Gyepla, where a small community of Tibetan teahouses and western mountaineering tents has sprung up. Our little team was accompanied by 25 yaks and 1 large noisy Japanese cargo truck. The yaks went empty, and the roaring truck was bursting with gear and people. Upon arrival in Gyepla, many kind Sherpas came out to help us set up camp. Such gentlemen! We dove into the exotic carpet and cushion lined teahouse tent for a comfortable cup of tea, enjoying a hot drink while perched upon plush sofas around the warm yak dung stove. When we first arrived here in Gyepla, the small valley stream was dry as a bone, then in the late afternoon, it turned into a burbling brook. Finally, as we sat in our team's own dining tent and enjoyed a delicious evening meal of veggies, pasta, soup, papadum, and mango slices, with loads of hot drinks, the sun popped out over Cho Oyu, known by the Tibetans as the "Turquoise Goddess", and the world's sixth highest mountain was draped in golden light, against a brilliant bluesky backdrop. Tomorrow we will quest for the next higher camp. Wish us well!

 

Matti Sunell aus Finland schreibt:

After sorting our things into two separate bags, one going directly to the advanced base camp and the other containing equipment we would need in the interim camp, we packed our backpacks very light and started the walk up the road towards the interim camp. The big bags would come by truck. The easy road followed the valley floor near the river, and after about one hour's walk, started winding up the hills of the glacier moraine. We took it easy, but made good progress. Near the interim camp the truck carrying the expedition's equipment and our bags reached us and we were offered a ride, but we decided to walk the rest couple of kilometres because we felt strong. The iterim camp's field was packed, as there were many expeditions arriving at the same time. As usual, the day ended in a comfortable and crowded teahouse.

08.09.2013

 

Noch immer kein Gepäck

 

Heute sind wir noch im chinesischen Basislager.

Mein Gepäck ist immer noch auf abenteuerlichen Wegen zu mir unterwegs. Also ist weiter Improvisation angesagt.

 

Dabei trennt heute jeder seine Ausrüstung in zwei Gepäckstücke. Dinge die erst im vorgeschobenen Basislager (ABC) gebraucht werden, werden extra gepackt und transportiert. Morgen geht es dann zum eigentlichen Basislager. Dort werden wir ein, zwei Tage bleiben, bis wir zum ABC aufbrechen.

 

Danach unternahmen wir wieder Akklimatisationstouren. Die eine Hälfte der Gruppe entschied sich für einen 5200 m hohen Berg im Südwesten des Lagers. Die andere Hälfte ging auf 5400m. Allerdings entpuppte sich dieses Vorhaben als abenteuerlich. Was nach einer leichten Wanderung aussah, endete in fast kriechen auf Felsen und Geröll. Oben angekommen wurden wir aber belohnt mit einer tollen Aussicht auf Cho Oyu, die umliegenden Berge und wunderschöne tibetische Ebene. Fast den ganzen Aufstieg über hatten wir einen schönen Blick auf die Gyabrag-Gletschermoräne bis hin zum Zwischenlager und ABC. Oben trafen wir auf Mitglieder einer anderen Expedition und stiegen zusammen mit ihnen ab.

Unten angekommen wartete ein ausgezeichnetes Mittagessen auf uns.

 

Wir sind alle wohl auf, niemand leidet an Kopfschmerzen oder anderen Symptomen der Höhenkrankheit. Achtung ist aber unsere Devise, obwohl wir weiter zu höheren Lagern in einem sehr entspannten Tempo aufsteigen werden.

 

Nur der Transport meines Gepäcks scheint noch entspannter zu sein. Verzeiht den Sarkasmus.

 

Bis bald Lander

2 Tage im chinesischen Basislager

07.09.2013

 

Ankunft im chinesischen Basislager


Wir haben heute 8.00 Uhr gefrühstückt. Danach unsere kurze Reise von einer Stunde auf einer Schotterpiste Richtung chinesisches Basislager angetreten. Es ging früher los als geplant, da die Fahrzeuge die wir benutzen medizinisches Personal ins Basislager bringen musste.

Es ist ein wunderbarer Tag, sehr schön und sonnig. Hoffentlich ein gutes Omen von der „Göttin des Türkis“ für unsere Expedition. Auf unserem Weg ins Basislager können wir den Cho Oyu sehr klar und schön sehen. Er wirkt so nah, als könnten wir ihn noch heute besteigen.

Auf 4900m angekommen entladen wir unser Gepäck und bauen unsere Zelte auf. Das Basislager ist sehr schön gelegen und wird für die nächsten 2 Tage unser „Heim“ sein.

Unsere wunderbaren Sherpa haben Dusch, - Koch,- und Messzelt bereits errichtet. Ohne diese fleißigen und sehr freundlichen Männer wäre für uns all das hier nicht möglich. Danke!

Nach getaner Arbeit gab es ein köstliches Mahl von unseren geschickten Köchen.

Wir haben uns mit der Umgebung vertraut gemacht und neue Bekanntschaften geschlossen. Die chinesische Mannschaft hier im Basislager ist sehr gastfreundlich.

Es war auch noch Zeit für eine kleine Akklimatisationstour auf 5300m.

 

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mir durch meine Frau Grüße übermitteln lassen, sie kommen alle an.

 

Bis bald euer Lander

Fotos aus Tingri

08.09.2013

 

2. Tag in Tingri

 

06. September: Zur Akklimatisation blieben wir noch einen Tag in Tingri, Handelszentrum für die Everest-Region. Gruppen von Nomaden verkaufen hier ihre Schafe in den Straßen, Ladenbesitzer be-und entladen Kisten, Werkzeuge, Seile und Nahrungsmittel. Man sieht Dieseltraktoren und Pferdekarren. Kinder auf dem Weg von und zur Schule springen durch die Stadt.

Beim Frühstück mit Pfannkuchen und Eiern besprachen wir die heutige Akklimatisationstour und entschieden uns für einen Hügel in der Nähe. Wir wanderten, begleitet von Hunden aus den Dörfern, etwa 400m eine sanfte Geröllhalde hoch zum mit Gebetsfahnen geschmückten Gipfel. Unter klarem blauen Himmel und angenehmer Wärme in der Mittagsstunde genossen wir den Blick auf Everest, Cho Oyu und die tibetische Hochebene mit Feldern und unzähligen Schattierungen von Grün.

Morgen früh brechen wir auf zum sogenannten chinesischen Basislager auf 4900m, ein Vorlager zum eigentlichen Basislager. Vorher organisieren wir noch Gas.

 

Bis bald Lander

 

05.09.2013

 

Cho Oyu im Blick

 

Das Tibetische Hochland ist braun und weit, einfach gigantisch. Langsam gewinnen wir an Höhe.

 

Wir sind heute über den 5050m hohen Lalung Leh Pass zu unserer Zwischenstation nach Tingri 4340m gefahren. Dieser Ort liegt vis a vis von Cho Oyu, Everest und Makalu. Einer fantastischen Sicht war es zu verdanken, dass wir auf diese Berge einen ungetrübten Blick hatten. Da schlägt das Bergsteigerherz gleich doppelt so schnell.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Basislager.

 

Ich bin in einem guten Zimmer mit Dusche untergebracht und hatte ein hervorragendes Mittagessen.

 

Bis bald Lander

Fotogrüße aus Tibet

 

04.09.2013

 

Gepäck unterwegs, erster Gipfel, erste Fotos

 

Erst erhielt ich die Nachricht, mein Gepäck sei in Kathmandu. Ein Lichtblick! Jetzt heißt es, es ist auf dem Weg zur Grenze. Gute Nachrichten!

 

Wir bleiben noch eine Nacht in Nyalam. Zusammen mit Matt habe ich heute einen kleinen Gipfel 4360m gemacht. War eine schöne Sache.

 

Unschön ist aber, dass unser Gas nicht nach Tibet darf. Es wird eine Lösung geben.

 

Die Verpflegung ist wieder einmal super. Kurz: Mir geht es sau gut.

 

Wer wissen möchte, wo ich mich geografisch gerade befinde, klickt bitte HIER.

 

Bis bald Lander

 

03.09.2013

 

Ankunft in Tibet

 

Wie ich erfahren habe, soll mein Gepäck heute über Qatar nach Kathmandu gelangen und mir nachgeschickt werden. Dann hoffe ich mal das Beste.

 

Wir sind heute Morgen Richtung tibetische Grenze aufgebrochen.

 

Wir das sind unser Expeditionsleiter Daniel (Dan) Mazur (USA/UK), Mr.B (USA), Matt Olsen (USA), James Grieve (Schottland), Matti Sunell (FIN), Jan-Jilles van der Hoeven (NL) und natürlich ich. Und ganz wichtig für unser Team und das Gelingen der Expedition Jangbu Sherpa, Ang Pasang Sherpa, Dorje Lama.

 

Es ging sehr früh los. Da der Monsun noch anhält, passierten wir oft verschüttete und überspülte „Straßen“ auf dem Weg nach China. Ist schon abenteuerlich auf dieser steilen Strecke. Wir kamen aber ohne Zwischenfälle voran. Zu Mittag gab es Dal Bhat, was sonst. Unser heutiges Etappenziel Nyalam, ein tibetischer Grenzort, liegt auf 3750m.

 

Bis bald Lander

 

02.09.2013

 

Ankunft in Kathmandu, aber ohne Gepäck!

 

Ich bin gestern planmäßig in Kathmandu angekommen, nur leider kann ich die Stadt nicht genießen, denn mein Gepäck ist irgendwo auf diesem Planeten verschollen. Keiner weiß, ob es noch in Deutschland steht oder gerade auf Weltreise ist. Meine Frau telefoniert zu Hause mit den Fluggesellschaften leider bisher auch ohne Erfolg.

Morgen früh wollen wir Richtung Tibet aufbrechen, stellt sich nun die Frage, ob ich dabei bin. Langsam werde ich doch nervös.

 

Bis bald  Lander

 

Aktualisiert am 10.09.2017

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