Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor
Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor

Nepal 2010 - Besteigung Kala Patthar

Der Everest sieht schon ganz nah aus

Tourbericht

Aufstieg in der Morgendämmerung

 

 

 

19.10.2010

Um 4.00 Uhr klingelt mein Wecker, nur wenig später brechen wir bei kuschligen -15°C und böigem Wind auf. In der sternenklaren Nacht fällt die Orientierung nicht schwer. Mit uns sind noch andere unterwegs, wollen den Sonnenaufgang am Gipfel erleben.

Der Weg ist nicht schwierig, nur die Höhe strengt an. Ich überhole ein Paar aus Franken. Die Frau keucht völlig fertig ihren Mann an und meint: „Der atmet nicht mal“, als ich an ihr vorbeigehe.

Gipfel KalaPatthar, hinten Pumo Ri

 

 

 

 

 

Schon um 6.00 Uhr stehe ich mit meinem Guide Nuri am Gipfel. Die Sonne lässt noch auf sich warten und so habe ich ausreichend Gelegenheit zum Fotografieren. Immer mehr Leute erreichen den mit 5550m höchsten Punkt des Kala Patthar. Es ist ein schöner Aussichtsberg für Everest, Nuptse und Co.

Den Anblick gibt es nur ganz kurz

 

 

 

 

 

Dann ist es soweit. Die ersten Sonnenstrahlen erreichen die Bergspitzen, umspielen sie golden. Das eben noch kaltblaue Licht wechselt zu warmen orangerot. Der Tag erwacht. Für wenige Momente wirft der Everest seinen massigen Schatten in den stahlblauen Himmel.

Operation Hinkelstein

 

 

 

 

 

Mein Abstieg dauert gerade einmal eine Stunde. Ich frühstücke, packe mein Zeug und wir steigen ab nach Dingboche. In der Lodge ruhe ich mich ein wenig aus und beobachte die Nachbarn beim Ausgraben eines riesigen Steins in ihrem Garten. Das Teil hat gut 2m Durchmesser.

Island Peak oder auch Imja Tse

 

 

 

 

20.10.2010

Heute steht nur eine kurze Etappe an. In weniger als 2 Stunden steigen wir nach Chukkhung auf 4730m auf. Das kann ich ja als Ruhetag verbuchen! Morgens haben wir strahlend blauen Himmel und so kann ich den Island Peak, mein eigentliches Ziel der Tour, supergut sehen und studieren.

Die Kinder werden draußen gewaschen

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Mittag schaue ich mich in der kleinen Siedlung um, fotografiere viel und schreibe Tagebuch. Ich genieße den Anblick der Eisriesen, die mich umgeben.

Herz in den Wolken

 

 

 

 

 

 

Gegen 17.00 Uhr reisen die mittlerweile aufgezogenen Wolken wieder auf und geben wunderschöne Blicke und Augenblicke zu den Gipfeln frei.

Basislager Island Peak

 

 

Über Nacht ist etwas Schnee gefallen. Frühstücken, packen, losgehen. Noch vor dem Mittag erreichen wir unser 4730m hoch gelegenes Basislager. Man empfängt uns mit heißem Mangosaft. Etwas später gibt es üppiges Mittag mit allerlei nepalesischen und tibetischen Leckereien. So gut verköstigt lege ich mich in mein Zelt und döse ein. Nix da! Der Bergführer ruft alle zum Training. Also Ausrüstung anlegen und rein in das Seil. Ich muss nur einmal. Die Gruppe von Schweizern, der ich mich morgen anschließen soll, hat da viel länger zu tun.

Nuri und unser Essen

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun habe ich wieder Zeit die mehr oder weniger geschickten Sicherungsversuche der Schweizer und die zahlreichen Glanzfasane zu beobachten.

Am späten Nachmittag wird es empfindlich kalt und ich verziehe mich in das Küchenzelt.

Der Küchenjunge holt das gesamte Trinkwasser

 

 

 

 

 

 

 

Da staune ich nicht schlecht, als mehrere Male das halbe Zelt in Flammen zu stehen droht. Nicht jeder Kocher funktioniert eben immer reibungslos.

Ich bereite noch meine Ausrüstung vor und lege mich gleich nach dem Abendessen schlafen. Die Nacht wird kurz.

Bildergalerie

 

Aktualisiert am 25.06.2017

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