Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor
Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor

IRAN 2007 - Abyaneh

Fotogalerie

Tourbericht

Gelassene Dorfgemeinschaft
Gern hätten wir auch eine Kobra gesehen

 

 

 

Unser Wirt in den Bergen beschoss spontan, uns ans Kaspische Meer zu begleiten.

 

Wir steigen auf schmalen Pfaden hinunter zu einer kleinen Siedlung. Unterwegs gibt es unzählige Blumen und auch eine Schlange zu sehen. Im Tal gingen wir in einer Schwefelquelle baden. Dann organisierte Ahmad ein Taxi nach Amol am Kaspischen Meer.

So werden Gäste bewirtet

 

 

 

 

 

 

Wir wohnen in seinem Haus und werden von seiner Frau und den beiden Töchtern freundlich aber zurückhaltend begrüßt. Zu Hause tragen sie keine Kopftücher, legen diese aber wegen uns wieder an und ziehen sich in unserer Anwesenheit in die Küche zurück.

Andere Länder, andere Sitten

 

 

 

 

In der Wohnung gibt es allerlei Sitzmöbel, doch das ganze Leben auch das Essen spielen sich auf dem Fußboden ab. Aufregung entsteht, als Frank sich in der Toilette einschließt und sich die Tür absolut nicht mehr öffnen ließ. Ahmads Sohn brach sie nach einiger Zeit auf und befreite meinen Kameraden wieder.

 

Hier sind wir schon wieder an Land

 

 

 

Nach einem fürstlichen Essen brechen wir zur Küste des Kaspischen Meer auf. Jetzt sind wir 23 m unter NN. Die Brandung ist stark, aber wir gehen dennoch rein, werden nur Minuten später vom „Bademeister“ zurückgepfiffen. Hier sind heute schon zwei Menschen ertrunken!

Wilde Schluchten

 

 

Am nächsten Tag reisen wir mit dem Bus weiter nach Süden. Einhundert Kilometer kosten 80 Cent! Inklusive sind ein paar Kekse und ein Getränk.

Die vorbeiziehende Landschaft ändert ständig ihr Aussehen. Es gibt riesige Reisfelder, dann Gebirge mit reißenden Flüssen, später endlose Getreidefelder und Wüste.

Im Bus ist es nicht weniger spannend. Wir reisen mit wissbegierigen Menschen, einige sind Architekturstudenten.

Ihr Wissen über Deutschland ist beeindruckend. Was wissen wir eigentlich über den Iran und andere Länder?

Wegweiser sind zweisprachig. Was für ein Glück für uns

 

 

 

 

 

Nach 600 km erreichen wir Kashan, eine tolle alte Stadt.

Gemeinschaftstrinkstelle

 

 

 

 

 

 

 

Überall gibt es öffentliche Trinkstellen, kurios für uns – es hängt ein Gemeinschaftsbecher daran.

Wir bekamen eine Führung über die Dächer der Stadt

 

 

 

Wir besuchen den Basar und finden ein uriges Restaurant. Irgendwo bekommen wir den Tipp, unweit gibt es ein aus rotem Lehm gebautes Bergdorf, dessen Bewohner traditionelle Kleidung tragen und auch so leben. Kurzerhand beschließen wir einen Abstecher dorthin. Am nächsten Morgen fahren wir also mit dem Taxi ins 2000 m hoch gelegene Abyaneh.

Abyaneh – einfach malerisch
Hinter diesem Fenster schlafen wir

 

 

 

 

Wir beziehen Quartier bei einer alleinstehenden alten Dame. Das Dorf übertrifft all unsere Erwartungen. So etwas haben wir noch nie gesehen. Wir erkunden die Umgebung, auch die Mauerreste einer alten Karawansei.

Nach dem Gewitter kann man die Uhr stellen

 

 

 

 

 

Gegen 16 Uhr zwingt uns ein heftiges Gewitter ins Haus. Es bringt etwas Abkühlung. Trotz der Höhe hat es tagsüber 40 °C.

Hier bleiben wir hungrig

 

 

 

 

Am Abend ist beim Bäcker das Brot aus, wir werden auf morgen vertröstet. Früh stehen wir wieder an. Mit einem Iraner vor uns kommen wir schnell ins Gespräch. Er bekommt wieder die letzten Brote. Will uns erst abgeben, aber beschließt dann, uns zum Essen einzuladen.

Hier gehören wir sofort dazu

 

 

 

Seine Großfamilie lagert im Schatten am Fluss. Einige der Frauen braten im benachbarten Haus Eier. Auch sie sind Fremde hier! Irgendwann sitzen alle zusammen und essen. Es wird viel geredet und ausgetauscht. Wir müssen aus unserer Heimat erzählen. Dann stellt sich heraus, dass eine unserer Gastgeberinnen und ihre Tochter in Basel wohnen und mit Frank seiner Frau befreundet sind. Irre! So was gibt es doch gar nicht!

Melone zum Abschied

 

 

 

 

 

 

Wir werden fürstlich verköstigt und müssen zum Abschied noch Melone mit nehmen.

Zeit spielt keine wichtige Rolle

 

 

 

 

Mit zweistündiger Verspätung brechen wir zur Bergtour auf. Ziel ist ein namenloser vorgelagerter 3000er. Die Gegend ist menschenleer, gelegentlich finden wir Pfade von Hirten.

Am Zwischenziel

 

 

 

 

 

 

Am Vorgipfel essen wir Thunfisch und Brot, dann steigt Frank wieder ab.

Gipfel für heute

 

 

 

 

Ich gehe allein zum Gipfel und dann noch weiter Richtung Karkas, das schwere Ziel für morgen. Ich will einen Weg finden, um Zeit in der Früh zu sparen.

Morgen früh bin ich wieder hier

 

 

 

 

 

Am Fuß des 3899 m hohen Berges drehe ich um, baue unterwegs zur Orientierung Steinmänner.

Zurück im Dorf

 

 

 

 

Ich schaffe es vor dem täglich Gewitter zur Unterkunft und lasse den Tag mit einigen frischen Maulbeeren ausklingen. Die Tour morgen werde ich allein gehen, mein Freund Frank laboriert noch mit seinen blasigen Füßen.

 

Aktualisiert am 01.01.2017

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