Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor
Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung vom

Gasthof "Zum Bildermacher"

in Lindenaundorf

04.07.2015

 

Hab heute voll verschlafen, bin vom Servicepersonal geweckt wurden. Mache jetzt gleich Frühstück und bummle dann mal in die Stadt. Heute ist ja Unabhängigkeitstag, mal sehen, wie man den hier feiert. Gestern gab es wieder richtiges Essen auf einem richtigen Teller, das war lecker. Tamera, unser Sorgenkind, ist bereits abgereist. Was ja auch ein gutes Zeichen ist.

VG Lander

03.07.2015

 

 

 

Die Zivilisation hat mich wieder und ich habe wieder Netz. Wir hatten mit dem Wetter wirklich Glück, den Gipfel noch geschafft zu haben. Beim Abstieg aus dem Gipfellager haben wir uns im Schneesturm mehrmals verlaufen. Robert ist zweimal in eine Spalte eingebrochen. Eigentlich wollten wir ja so weit wie möglich runter, aber möglich war es nur bis zum nächsten Hochlager. Da haben wir dann 24 Stunden festgesessen im totalen Wintersturm. Am Morgen waren wir lebendig begraben. Von unserem Zelt schauten nur noch 20 cm aus dem Schnee. Sind dann heute Nacht, allerdings im Whiteout, bis ins Basislager abgestiegen und nach Talkeetna geflogen. Alles gut!

Bis bald Lander

01.07.2015

 

Jürgen via Satellitentelefon: Tamera wurde zum Glück doch von einem Hubschrauber ausgeflogen. Robert, unser Bergführer, blieb bei mir und so machten wir uns zu zweit wieder auf den Weg ins letzte Hochlager, dem Gipfellager.

Nun konnten wir den Gipfel in Angriff nehmen. Am 30.06.2015 um 15.47 Uhr Ortszeit (bei euch 01.07.2015 um 01.47 Uhr) hatten wir das Ziel erreicht. Für mich ist damit nach Kilimanjaro und Elbrus der dritte Berg der Seven Summits geschafft.

Wir schlafen jetzt noch eine Nacht im Gipfellager und wollen am Morgen absteigen so weit, wie es nur geht. Bis ins Basislager werden wir es sicher nicht schaffen. Es ist ein weiter Weg mit riesigen Gletscherspalten, die unsere ganze Aufmerksamkeit fordern.

Wann wir nach Talkeetna ausfliegen können, kann ich jetzt noch nicht sagen, weil eine Schlechtwetterfront aufzieht und somit kein Flug geht.

Ich möchte es nicht versäumen mich für die vielen, vielen Grüße, die mir Annett bei jedem Telefonat übermittelt hat, bedanken.

Bis bald, euer zufriedener Lander

30.06.2015

 

Nachricht von Moutain Trip: Jürgen ist nun doch nicht abgestiegen. Er ist mit Robert unterwegs ins Gipfellager. Morgen soll das Wetter stabil sein und dann wollen beide versuchen den Gipfel zu erreichen.

29.06.2015

 

Jürgen via Satellitentelefon: Unsere Kameradin hat in der Nacht kaum geschlafen. Sie ist ansprechbar, aber ihr Zustand hat sich verschlechtert. Wir warten auf den Arzt, der gestern wieder abgestiegen ist. Es steht fest, dass die Bergsteigerin nicht selbstständig bis ins Basislager gelangen kann. Hier im Nationalpark tut man sich mit dem Einsatz von Hubschraubern aber schwer.

Ich kann leider nichts für sie tun. Habe mir jetzt noch paar Lebensmittelrationen besorgt, mein Aufenthalt hier am Berg wird sich ja nun verlängern. Im 2. Hochlager ist eine weitere Expedition von Mountain Trip, zu dieser werde ich absteigen und mich ihr anschließen. Ob ich noch eine Chance auf den Gipfel habe, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Bis bald Lander

29.06.2015

 

Jürgen via Satellitentelefon: (Er klang sehr niedergeschlagen, von der Euphorie der letzten 2 Wochen war nichts mehr zu hören.)

 

Das japanische Abendessen im 3. Hochlager konnten wir nicht so richtig genießen, die Ereignisse des Tages liegen uns noch schwer im Magen.

Wir waren auf dem Weg nach oben, als plötzlich ohne Vorwarnung meine Bergsteigerkameradin zusammenbrach und abstürzte. Das Sicherungsseil, in dem sie hing, verhinderte eine größere Katastrophe und rettete ihr das Leben. Sie zurück ins 3. Lager zubringen gestaltete sich als sehr schwierig, da sie kaum aus eigener Kraft gehen konnte und immer wieder zusammenbrach. Im Lager kümmerte sich ein Arzt um sie. Morgen bringen Jeff und Robert sie zurück ins Basislager.

 

In den letzten Tagen hat es viel geschneit, aber dank des heftigen Windes besteht keine Lawinengefahr. Für mich ist der Gipfel erst einmal in weite Ferne gerückt, aber das ist im Moment nebensächlich.

Bis bald Lander

25.06.2015

 

Jürgen via Satellitentelefon: Sangeeta steigt nicht weiter mit auf, sie geht zurück ins Basislager.

 

Wir haben gestern unsere schwere Ausrüstung, die wir im 3. Hochlager nicht mehr benötigen ins Gipfellager geschafft. Der Aufstieg hat mir nichts ausgemacht, mir geht es gut und ich fühle mich richtig stark.

Beim Abstieg hat sich plötzlich das Eis unter uns bewegt. Als wir im Lager ankamen, wurde uns bestätigt, dass es 2 Erdbeben gegeben hat und das Epizentrum nur 27 Meilen entfernt war. Das erste Beben um 14.40 Uhr hatte eine Stärke von 5,8 und das Zweite um 15.30 Uhr von 4,3. Laut der Meldungen, die uns erreichten, hat es keine Schäden gegeben.

 

Im Umland wüten auch 30 Gras- und Waldbrände. Löschflugzeuge sind im Einsatz. Die Rauchschichten gehen bis auf 5000 m hoch und sind auch von uns zu sehen. Auch der Flugverkehr ist beeinträchtigt. All das ist aber zu dieser Jahreszeit nichts Ungewöhnliches hier, sagt man uns.

 

Heute ist das Wetter nicht so toll und wir sitzen dadurch im Lager fest. Für morgen und übermorgen ist Besserung angesagt, dann wollen wir aufsteigen.

Bis bald Lander

23.06.2015

 

Jürgen via Satellitentelefon: Jeff, Tamera und ich haben unsere Ausrüstung zum 3. Hochlager auf 4100m Höhe gebracht. Robert und Sangeeta blieben zurück, weil Robert erst seine Blasen an den Füßen etwas Heilung gönnen wollte und musste.

Wir kletterten erst eine Steigung, die als „Motorrad-Hügel“ bekannt, gleich hinter dem Lager beginnt und ziemlich anstrengend ist, hoch. Danach kam eine lange Querung, die am Ende mit einer sehr steilen Steigung auf uns wartete. Endlich am Windy Corner stiegen wir noch ein Stück auf und legten ein Depot mit unserer Ausrüstung an.

Nach kurzer Rast stiegen wir wieder zu Robert und Sangeeta ab. In der Zwischenzeit kam eine weitere Expedition im Lager an.

 

Gestern stiegen wir alle bei ziemlichem Nebel zum Lager 3 auf. Für heute war erst einmal ausschlafen angesagt. Wir können es schließlich ruhig angehen lassen, denn heute steht nur ein wenig Training auf dem Programm. Bis jetzt scheint noch die Sonne, aber es ziehen bereits wieder Wolken auf.

Morgen bringen wir Material ins Gipfellager. Nun brauchen wir nur noch schönes Wetter und wir können in den nächsten Tagen einen Gipfelversuch starten.

So, 10.15 Uhr Frühstück ist fertig! Bis bald Lander

 

 

22.06.2015

 

Thale, die Bergsteigerkollegin, die früher abgestiegen ist, schickte heute Grüße und ein Foto von Jürgen. Es geht ihm sehr gut und er ist kräftig.

Wenn alles gut geht, sollte das Team den Gipfel noch vor Ende des Monats erreichen.

Unser Team in Talkeetna Foto: Mountain Trip

20.06.2015

Jürgen via Satellitentelefon: Frühstück im 2. Hochlager auf 3413 m Höhe, mir geht es hervorragend. Thale ist bereits am Mittwoch ins Basislager abgestiegen.

Gestern gab es Neuschnee, aber sonst ist das Wetter stabil. Wir haben einen langen Marsch aus vom 1., das 500 Höhenmeter tiefer liegt, zum 2. Hochlager hinter uns, blieben aber in unserem Zeitplan. Um der Hitze des Tages (minus 10°C und volle Sonne) zu entgehen, stiegen wir in der Nacht auf.

Heute gehen wir wieder nach unten ins 1. Hochlager. Dort haben wir Vorräte vergraben, die wir jetzt mit nach oben nehmen.

 

Die nächste Etappe, Hochlager 3, steht für morgen auf dem Programm. Der Weg führt uns vorbei an einer Felskante die „Windy Corner“ heißt und an manchen Tagen seinem Namen gerecht wird. Dort wollen wir eine Nacht schlafen und dann weiter aufsteigen ins Hochlager 4. Unsere Schlitten lassen wir hier im Lager zurück, also wird wieder alles geschultert.

Viele Grüße Lander

Foto: Moutain Trip - Ankunft des Teams im Basislager

17.06.2015

 

Jürgen via Satellitentelefon: Nachdem wir in Talkeetna eine Einweisung des Nationalpark Rangers bekommen haben, sind wir 40 Minuten bis auf den Gletscher geflogen. Dort haben wir unsere Zelte im Basislager errichtet und unsere Sachen einsortiert.

 

Am nächsten Tag machten wir ein Gletschertraining, auch um zu sehen, wer welche Stärken und Schwächen hat. Die drei Mädels in unserem Team sind nicht so stark, wie ich dachte. Es ist wichtig, solche Dinge vorher zu wissen.

Gestern haben wir das 1. Hochlager errichtet und oben geschlafen.

Heute bringen wir alles Material, welches wir hier nicht mehr benötigen weiter nach oben und errichten das 2. Hochlager. Danach steigen wir wieder ab, schlafen noch eine Nacht im 1. Hochlager, um morgen wieder aufzusteigen und die nächste Nacht im 2. Hochlager zu verbringen. Das ist der Plan.

Ich habe wieder eine neue Erfahrung gemacht, ich weiß jetzt, wie es ist, wenn es nicht dunkel wird. Natürlich ist das für uns ein Vorteil.

Bis bald Lander

Video von: TalkeetnaAirTaxi

15.06.2015

 

14.06.2015 – 12.30 Uhr Ortszeit Wir sind in Talkeetna. Laden unser Gepäck in den Flieger und dann geht auch schon weiter. Mein Smartphone lasse ich hier, würde die Temperaturen am Berg nicht überstehen, das heißt, Nachrichten kommen ab jetzt über die Expeditionsleitung. Ich denke das wird gut laufen, hat mit den Amerikanern bisher immer gut geklappt.

Bis bald Lander

14.06.2015 - 05.15 Ortszeit

 

 

 

 

Damit fahren wir gleich nach Talkeetna und fliegen dann auf den Gletscher.

Also bis bald, Lander

13.06.2015 19 Uhr Ortszeit (zu Hause 14.06.2015 - 05.00 Uhr)

 

Das Briefing war ok. Robert, unser Guide ist 41Jahre, Jeff, sein Assistent kommt aus Colorado, Thale ist auch 41, stammt aus Südafrika und hat nicht gerade eine Bergsteigerfigur, Sangeeta aus Indien versucht den Denali zum zweiten Mal und Tamera ist aus San Francisco. Ist eine lustige Truppe.

Empfang wird es dann am Berg doch nicht geben, wird also nicht mit Bildern schicken. Im Lokal mit dem Elchlogo waren wir heute Burger essen und der Eisbär steht in unserer Lobby, ist echt riesig. Es gibt hier einen richtigen kleinen Zoo hinter Glas.

Morgen früh starten wir um 07.00 Uhr (zu Hause 17.00 Uhr) und Fliegen auf den Gletscher. Von dort geht es weiter mit dem Schlitten. Mal sehen, wie ich mich mit so einem Teil anstelle.

13.06.2015

 

Was für eine Reise! Ich war jetzt 27 Stunden unterwegs. Natürlich habe ich meinen Flieger in Seattle nicht mehr bekommen und musste noch einmal 6 Stunden auf den Nächsten warten. 22.30 Uhr Ortszeit bin ich dann endlich in Anchorage bei untergehender Sonne und kuschligen 23 °C gelandet. Oben auf den Bergen war die Sonne erst eine Stunde später weg. Es soll hier nur für 2 Stunden dunkel sein.

Habe eben eingecheckt, ein riesen Zimmer für mich allein, voll der Luxus. Jetzt 00.15 Uhr (zu Hause 10.15 Uhr), gehe ich erst einmal kurz schlafen.

 

 

Hab sehr gut geschlafen. Am Vormittag war Teammeeting, danach habe ich erst einmal ausgepackt um alles neu zu sortieren. Zum Glück hab ich viel Platz. Wie ihr sehen könnt, ist es eine nette Umgebung.

Amsterdam: Unser Flieger ist krank

12.06.2015

 

 

Ich bin schon mal in Amsterdam. Die Sicherheitskontrollen waren erträglich. Mir graut nur vor dem langen Flug. Jetzt hat man uns mitgeteilt, dass der Flug nach Seattle 2 Stunden Verspätung hat, der Flieger muss repariert werden. Hoffentlich schaffe ich meinen Anschlussflug nach Anchorage.

Übrigens: 4 kg Übergepäck kosten bei Delta Airlines 85 Euro.

 

Aktualisiert am 01.01.2017

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