Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor
Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor

Neuigkeiten

Mit freundlicher Genehmigung von Michael Toepfer.

Für eine bessere Auflösung des schönen Panorama bitte dem Link folgen:Vollbild

Auf dieser Seite werde ich hoffentlich die Gelegenheit haben euch von unterwegs auf den neusten Stand der Expedition zu halten, vorausgesetzt Laptop und Solaranlage nehmen keinen Schaden. Da die Technik im Basecamp verbleibt, werde ich von den Hochlagern erst nach meiner Rückkehr zu diesem berichten können.



25.10.12

 

Hatten eine üble Sturmnacht mit Böen bis 100km/h im 1. Hochlager. Alle sind abgestiegen.

 

Christian und ich haben dennoch im Sturm als Seilschaft mit allen erdenklichen Sicherheitsvorkehrungen einen Vorstoß unternommen. Um 13.30 Uhr auf 6830 m kam per Funk von der Expeditions-Leitung die unmissverständliche Aufforderung zum sofortigen Abstieg.

 

Im 1. Hochlager wurden bereits alle Zelte abgebaut.

 

Wir sind mit eintretender Dunkelheit wieder ins BC gestolpert, alle sind wohlauf.

Jetzt warten wir nur noch aufs Ausfliegen.

 

Gruß Lander



22.10.12

 

Gestern und heute hatten wir Ruhetag. Morgen steigen wir wieder zum 1. Hochlager auf und werden dort übernachten. Am Mittwoch richten wir dann das 2. Hochlager ein und bleiben auch gleich dort über Nacht, um dann am Donnerstag den Gipfel anzugehen.

 

Im Zelt im 1. Hochlager hatte ich -20 Grad. Wir schätzen, dass es tagsüber am Gipfel nicht kälter als -25 Grad ist. Wind gibt es im Moment bis 60 km, soll aber am Gipfeltag nachlassen.

 

Die Spalte ist versichert, nach links in die Flanke ausweichend. Allerdings ist danach Tiefschnee zu erwarten. Bisher war noch kein Team bis zu Gipfel vorgedrungen. Mehrere internationale Expeditionen sind ohne Gipfelerfolg bereits abreist.

 

Was die Verpflegung betrifft, erwarte ich von euch schon ein wenig Mitleid. Heute Abend müssen wir uns mit Nudelsalat, Kartoffelbrei mit Pilzsoße, gebratene Würstchen und Kuchen begnügen. Wie ihr seht, es geht uns gut!

 

Bis Freitag

Lander



21.10.12

 

Den Zustieg zum 1. Hochlager, kann man als sehr abwechslungsreich bezeichnen.

Wir sind zu siebend aufgebrochen. Anfangs ging es eben über Schwemmgrund. Danach sind wir eine Stunde über Moränen aufwärtsgestolpert. Als Nächstes erwarteten uns mehrere bis 30 Grad steile Eishänge, die von losem Schotter zugeschüttet sind. Entweder man rutscht auf dem Eis, oder der gesamte Untergrund ist unter dir in Bewegung.

Hat man diesen kräfteraubenden Teil hinter sich, erreicht man ein schneebedecktes und spaltendurchzogenes Feld, das umgangen wird.

 

Jetzt folgt aber die Krönung des Aufstiegs, ein 160 m hoher und bis 60 Grad steiler, im unteren Teil felsdurchsetzter Firnhang.

Wer oben noch Luft hat, läuft noch 20 min bis in den Sattel zum Lager.

Dort wartet die Belohnung für all die Anstrengung, eine sensationelle Aussicht zum Makalu!

 

Danach folgt Hochlageralltag, Schnee schmelzen, kochen und ausruhen.

 

Wir sind nun alle sieben zurück im Basislager und nehmen uns 1-2 Ruhetage, bevor es wieder hochgeht.

 

Bis bald

Lander



18.10.12

 

Das Hochlager steht und ist mit Schlafsack, Verpflegung und allem was gebraucht wird bestückt.

Es beeindruckt mich immer wieder, wie unglaublich viel die Sherpas tragen können und in dieser Höhe trotzdem noch schnell sind. Sie haben meine Hochachtung!

 

Morgen werden ich meine erste Nacht im Hochlager verbringen.

 

Heute an diesem sonnigen Tag hatten wir unsere große Puja. Es war eine beeindruckende Zeremonie, mit einem kleinen Altar und den bunten Gebetsfahnen, vor einer atemberaubenden Kulisse.

 

Während der Lama die Mantras spricht, sitzen wir und lauschen seinen Gebeten. Zeitweise versinkt man in Gedanken an Zuhause und an die bevorstehenden Tage.

Zwischendurch bewirft man immer wieder sich und die anderen Teilnehmer der Puja mit Reis.

 

Am Ende der Zeremonie wurden alle Teilnehmer der Expedition, die Sherpas und unsere Ausrüstung gesegnet.

 

Nun wäre es gut, wenn uns der Baruntse auch wohlgesonnen ist!

 

Bis bald

Lander



16.10.12


Am Tag sind hier 20 Grad in der Sonne und in der Nacht -20 Grad.

 

Inzwischen haben wir uns hier im BC eingerichtet. Meine Aktivitäten beschränkten sich auf Ausrüstung checken, ausruhen, lesen, essen und Tagebuch schreiben, eben ganz normaler Lageralltag.

 

Morgen steigen wir auf zum West Col auf 6143 m, um unser erstes Hochlager einzurichten. Wird ein langer Tag.

 

Die Spalte, über den Gipfelgrat auf 6900 m von der die Rede war, sieht riesig aus. Man kann sie von hier unten erkennen.

 

Bis bald

Lander



15.10.12

 

Elf Tage dauerte unser Anmarsch durch den herrlichen Sagarmatha Nationalpark zum Basecamp. Zwei Nächte haben wir in den dichten Wäldern umgeben von Tannen, Birken, Wacholder und Rhododendron gezeltet. War echt super.

 

Die Vegetation haben wir nun hinter uns gelassen. Gestern erreichten wir unser Basecamp auf 5450 m Höhe. Heute richten wir uns erst einmal ein. Aber gleich morgen soll es schon etwas höher gehen.

 

Mir geht es sehr gut. Das Wetter ist auch den Wünschen entsprechend und die Stimmung ist toll.

 

Gruß

Lander



05.10.12

 

Sind gestern in Phaplu, nach gutem Flug auf einer Schotterpiste gelandet. Wieder eine neue Erfahrung!

 

Wir sind dann noch ein Stück zu Fuß rauf zu einer gemütlichen Lodge auf 2720 m.

 

Die nächsten Tage werden nicht sehr aufregend werden und sich gleichen, aber wunderschön, weil man zu Fuß viel mehr von der Landschaft genießen kann.

 

Die Stimmung ist super und wir kamen heute gut voran.

Wir haben einen Pass überquert auf 3051 m. Danach ging es wieder runter auf 1500 m. Jetzt befinden wir uns gerade auf 2085 m und werden hier übernachten.

 

Temperaturen wie in Kathmandu haben wir hier nicht mehr. Heute waren es zwischen 8 und 18 Grad. Für uns ideal.

 

Bis bald

Lander



Zur Erklärung:

 

Ich stehe mit meiner Frau via SMS in Verbindung. Sie schickt mir eure Reaktionen, Grüße und Wünsche und stellt meine Nachrichten ins Internet. Wie lange wir diese Verbindung noch halten können, kann ich nicht sagen. Heute hatte ich kaum Netz. Hoffe aber das Beste.

 

Lander



04.10.12

 

Heute fliegen wir, aber nicht nach Lukla, sondern nach Phaplu. Das liegt 45 km Luftlinie vor Lukla.

 

Zu Hause mag das keine Entfernung sein, aber in diesem Land stehen richtige Berge im „Weg“, die umgangen oder überquert werden müssen.

 

Wer sich den geplanten Tourverlauf angesehen hat, wird bemerkt haben, dass es immer rauf und runter geht und das manchmal mehrere hundert Höhenmeter.

 

Diese Planänderung bedeutet für uns, einen 3 Tage längeren Fußmarsch, also insgesamt schon 4 Tage Zeitverlust. Aber egal, denn es geht endlich los!

 

Um schneller unterwegs zu sein und größere Etappen bestreiten zu können, wird ein Teil der Ausrüstung ins Basecamp geflogen. Das hieß für uns, erst einmal wieder umpacken und neu organisieren.

 

Ich weiß noch nicht ob es mir in den nächsten Tagen möglich sein wird zu euch Kontakt zu halten. Bei der ersten Gelegenheit bringe ich euch aber auf den neusten Stand der Expedition.

 

Bis hoffentlich bald

 

Lander



03.10.12

 

Regen - Lukla liegt im Regen! Wir konnten nicht starten. Morgen soll es besser werden. Hoffen wir mal das Beste. Vieles hier ist vom Wetter abhängig, Tourverlauf und Gipfelerfolg. Geduld und Gelassenheit werden mächtig auf den Prüfstand gestellt. Aber noch ist die Stimmung gut.

 

Wir hatten Zeit, den Affentempel wieder zu besuchen. Anschließend war ich allein im Zentrum. Kathmandu feiert heute ein Fest. Die Innenstadt ist voller Menschen und es herrscht eine unbeschreibliche Stimmung. Tolle Eindrücke!

 

Herzlichst

Lander



02.10.12

 

Gestern sind wir hier in Kathmandu gelandet bei herrlichen 23 Grad.

Der lange Flug und wenige Schlaf haben ein wenig geschlaucht.

 

Heute ging ein Traum für mich in Erfüllung. Die legendäre Elisabeth Hawley hat unser Expeditionsteam besucht. Mit fast 89 Jahren ist sie noch sehr aktiv und kümmert sich noch persönlich um die Chronik der Himalaya-Expeditionen.

 

Danach war Zeit für einen Stadtbummel. Kathmandu hat sich seit meinem letzten Besuch verändert. Es wird sehr viel gebaut, vor allem Straßen um das tägliche Verkehrschaos zu entschärfen. Die Hektik und Verschmutzung dieser Stadt haben sich aber noch nicht geändert.

 

Hoffentlich ist morgen in Lukla gutes Wetter und somit eine Landung möglich. Sonst sitzen wir hier fest!

 

Bis bald

Lander



 

Aktualisiert am 01.01.2017

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