Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor
Jürgen Landmann ~ Abenteuer Outdoor

DAMAVAND 5670m - Iran 19.06.-07.07.2007

Fotogalerie

Tourbericht

In Teheran
Unser Hotel

 

 

Ein Jahr zuvor am Ararat besprochen, einige E-Mails mit meinem Freund Frank aus Basel ausgetauscht und dank der Einladung eines seiner Geschäftspartner im Iran bekommenen Visum, ging es nun endlich los. Am Flughafen trafen wir uns und flogen direkt nach Teheran. Unser vorbestelltes Hotel war nicht zu gebrauchen. Wegen Wasserrohrbruchs war die ganze Straße aufgerissen. Wir wären die einzigen Gäste gewesen. Nur Minuten später checken wir in der Nachbarschaft ein.

Im ältesten Teehaus der Stadt

 

 

 

 

Einen Tag bleiben wir in der Stadt, erkunden viel und besuchen den Basar. Wir fallen auf, westliche Touristen sind selten, aber noch nie wurde ich unterwegs so freundlich empfangen.

Wildes Land

 

 

 

 

Tags darauf setzen wir uns in den Bus nach Norden, fahren Richtung Damavand durch atemberaubende Landschaft, bis uns der Busfahrer auf freier Strecke hinausbittet.

Hier waren Erdmassen in Bewegung

 

 

 

 

Von einem einzelnen Haus auf der anderen Straßenseite fragt uns ein Mann nach unserem Ziel und bietet uns an, uns mit seinem PKW in das Bergdorf Reyneh (2040m) zu fahren. Die Strecke ist dank etlicher Bergrutsche abenteuerlich.

Messner war hier

 

 

 

 

 

 

 

Wir finden Unterkunft bei Ahmad, einem älteren Herren mit kleinem Häuschen, in dem 1971 schon Reinhold Messner nächtigte.

Unser Gastgeber Ahmad

 

 

 

 

 

 

 

Noch am selben Tag geht es zur Akklimatisation weiter nach oben. Abends bekocht uns Ahmad vom feinsten.

Wunderschön

 

 

 

 

Er besorgt uns am Morgen einen Jeep, der uns die Straße noch ein gutes Stück hinauf bringt. An einer kleinen Station zahlen wir unser Permit und gehen endlich zu Fuß weiter. Bis auf 3000 m gibt es Mohn und Imker, viele bunte Blumen und kleine Eidechsen, aber auch den ersten Schnee.

Frank, Raspin und ich

 

 

 

 

Das Wetter ist herrlich und der Weg leicht.

Wenig unterhalb unseres Lager auf 4150 m schläft einer am Wegesrand. Er wacht auf, wir kommen ins Gespräch und er schließt sich uns an. Raspin soll noch ein richtig guter Freund werden.

Unser Hochlager

 

 

 

 

 

Wir übernachten in einer Hütte in Form einer liegenden halbierten Tonne, die ziemlich überfüllt ist. Frauen schlafen etwas abseits in einer kleineren Hütte.

Anstrengend ist es schon

 

 

 

 

Der kommende Morgen ist für den Gipfel vorgesehen. Frank und Raspin fühlen sich nicht gut und wir starten erst um 5.45 Uhr. Leider kehren meine Begleiter nach kurzer Zeit um und ich gehe allein weiter. Als mich endlich die aufgehende Sonne trifft, ist das unbeschreiblich schön und ich bekomme richtig Energie zum Weitergehen.

Hier wird es lebensfeindlich

 

 

 

 

 

Ich komme gut voran, hatte aber bei etwa 5500 m einen starken Leistungsabfall. Zur Höhe und Anstrengung kamen belastende Schwefeldämpfe.

Gipfel Damavand

 

 

 

 

 

Da entscheidet Leidensfähigkeit – viele kehren hier um. 10.50 Uhr erreiche ich ziemlich fertig den Gipfel, zusammen mit zwei Polen. Wir gratulieren uns und machen gegenseitig Fotos.

Dicke Rauchschwaden aus dem Krater

 

 

 

 

 

 

Es ist noch Zeit für einen beeindruckenden Rundblick und einen Blick in den qualmenden Krater.

Tagesausflügler

 

 

 

 

Im Abstieg gönne ich mir bei 5000 m ein Nickerchen, im Hochlager noch eins, hatte ja letzte Nacht nicht schlafen können. Dann kochte ich mir eine Suppe und stieg gestärkt ins unterste Lager ab. Es ist Freitag, der einzige arbeitsfreie Tag im Iran und so sind zahlreiche Einheimische im unteren Bereich des Damavand spazieren.

Diese Beiden haben mich eingeladen

 

 

Im Lager bekomme ich die Nachricht, dass meine Begleiter schon weiter abgestiegen sind und mich in Reyneh treffen wollen.

Ich werde spontan zum Tee samt Stärkung eingeladen, später sogar noch mit einem Geländefahrzeug ins Dorf mitgenommen. Frank erwartet mich schon in unserem Quartier und wir feiern den Gipfelerfolg.

Spontan beschließen wir, am kommenden Tag weiter ans Kaspische Meer zu reisen. Ahmad, unser Wirt hat dort seine Familie, bei der wir wohnen können.

 

Aktualisiert am 01.01.2017

3 Jahre verschollen!!!

Meine Postkarte aus dem Kaukasus

Von mir "getestet"

Trekkingfachgeschäft
SummitClimb Gemeinsam zum Gipfel
Erlebnisreisen
Immer gut informiert
Abenteuer Sport mit Stefan Nestler
Abenteuer und Lernen in der Natur
Shoppen und Helfen

Buchtipps

Lincoln Hall
Gerlinde Kaltenbrunner
Peter Habeler
Jon Krakauer
Matthias Falke